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Was kostet Wohnen in Deutschland? – München nicht mehr Spitzenreiter

Was kostet Wohnen in Deutschland?

München gehörte in den letzten Jahrzehnten stets zu den teuersten Wohnungsmärkten in der Republik. Normalverdiener finden in angesagten Vierteln der Innenstadt nur noch schwer eine bezahlbare Bleibe. Die Überreizung am Münchener Wohnungsmarkt zeigt sich mittlerweile nun auch im Umland, wo die Preise in den letzten Jahren auch stark angestiegen sind.

Im Zuge der Auswertung aller Mietspiegel der 350 deutschen Städte durch das Forschungsunternehmen F+B stellte sich heraus: München ist nicht mehr die Nummer 1. Neuer Spitzenreiter ist die Gemeinde Karlsfeld mit 22.000 Einwohnern, direkt vor den Toren der Metropole. Laut Mietspiegelindex von F+B bezahlt man in der teuersten Kommune Deutschlands 10,62 Euro auf den Quadratmeter. Somit zahlen Mieter in Karlsfeld knapp 53 Prozent mehr als im bundesweiten Durchschnitt. Auf den Plätzen 2 und 3 folgen München und Stuttgart.

Erstaunlich ist, dass sich unter den zehn teuersten Städten Deutschlands insgesamt 5 Orte aus dem Münchener bzw. Stuttgarter Umland befinden. Zum einen spiegelt sich in den Mietpreisen die wirtschaftliche Stärke aber auch die Anziehungskraft der Region wider. Zum anderen zeigt es auch den starken Anstieg der Mieten in den beiden Städten, so dass viele Menschen gezwungen sind ins Umland abzuwandern.

Zudem ist auffällig, dass die Mietpreise in Berlin im Vergleich immer noch relativ günstig sind. Dabei muss man zwischen Ost- und Westberlin unterscheiden. Denn immerhin liegen die Preise im Osten mit 6,58 auf dem Quadratmeter etwa 70 Cent unter dem Wert im westlichen Teil von Berlin. Generell liegen die Preise im Osten Deutschlands noch knapp auf dem bundesweiten Durchschnitt, obwohl es auch hier eine breite Preisspanne gibt.

Der Trend geht also weiter: In Metropolen wie München, Stuttgart, Berlin oder
Hamburg klettern die Mieten stetig – zugleich wird es mittlerweile auch im Umland
dieser Städte richtig teuer. Noch stärker als die Mieten steigen nur die Kaufpreise
für Immobilien.

 

Quelle: Stefan Kaiser, Spiegel Online vom 20.2.2019

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